Protein-Käsekuchen ohne Boden: Rezept mit Skyr und Quark
Dieser Protein-Käsekuchen ohne Boden wird mit Skyr, Magerquark und Vanille-Whey gebacken. Das Rezept ist unkompliziert, ergibt acht Stücke aus einer 20-cm-Springform und schmeckt nach einer Nacht im Kühlschrank besonders cremig.

Warum ich diesen Protein-Käsekuchen gebacken habe
Ich mag solche Rezepte an Tagen, an denen Training und Alltag zusammenkommen. Nach einer Lauf- oder Rennradeinheit durch die Voreifel möchte ich etwas essen, das gut vorzubereiten ist und trotzdem nach Kuchen schmeckt. Dieses Rezept ersetzt Haushaltszucker durch Erythrit und kommt ohne Boden und zusätzliches Öl aus. Es ist damit kein klassischer Konditor-Käsekuchen, sondern eine eiweißreiche Variante für den Alltag.
Dabei ging es mir nicht darum, einen klassischen Käsekuchen möglichst genau zu kopieren. Ich wollte eine unkomplizierte Variante, die sich am Vortag backen lässt, gut gekühlt besonders cremig wird und sich ohne großen Aufwand in meinen Alltag einfügt. Skyr, Magerquark und Vanille-Whey sorgen für die typische Käsekuchenmasse, während der fehlende Boden das Rezept angenehm schlicht hält. So habe ich etwas im Kühlschrank, das nach einer Einheit ebenso passt wie zu einer ruhigen Kaffeepause.
Das Rezept auf einen Blick
- Form: Springform mit 20 cm Durchmesser
- Menge: 8 Stücke
- Backtemperatur: 170 °C Ober-/Unterhitze
- Backzeit: etwa 45 Minuten
- Ruhezeit im Ofen: 20–30 Minuten
- Am besten: vollständig gekühlt, idealerweise über Nacht
Zutaten für den Protein-Käsekuchen
- 500 g Magerquark
- 250 g Skyr
- 3 Eier, Größe M
- 40 g Vanille-Whey
- 1 Päckchen Vanille-Puddingpulver, 37 g
- 80–100 ml Milch mit 1,5 % Fett oder ungesüßter Pflanzendrink
- 120–150 g Erythrit, je nach gewünschter Süße
- 1–2 TL Vanilleextrakt
- Abrieb einer halben Bio-Zitrone
- 1 Prise Salz
Allergenhinweis: Das Rezept enthält Milch und Ei. Je nach Produkt können Whey, Puddingpulver und Pflanzendrink weitere Allergene wie Soja enthalten; deshalb bitte die jeweilige Zutatenliste prüfen.
Zubereitung Schritt für Schritt
- Den Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform mit 20 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen.
- Magerquark, Skyr und Erythrit in einer großen Schüssel glatt rühren.
- Die Eier einzeln unterrühren.
- Milch beziehungsweise Pflanzendrink, Vanilleextrakt, Zitronenabrieb und Salz einarbeiten.
- Vanille-Whey und Puddingpulver zunächst separat vermischen. Anschließend kurz, aber gründlich unter die Quarkmasse rühren.
- Die Masse in die vorbereitete Springform füllen und die Oberfläche glatt streichen.
- Den Kuchen ungefähr 45 Minuten backen.
- Den Backofen ausschalten, die Tür einen Spalt öffnen und den Kuchen noch 20–30 Minuten darin ruhen lassen.
- Den Kuchen anschließend vollständig abkühlen lassen und danach kalt stellen. Nach einer Nacht im Kühlschrank ist er besonders stabil und lässt sich sauber schneiden.

Tipps für Konsistenz und Geschmack
- Whey und Puddingpulver mischen: So verteilen sich die trockenen Zutaten gleichmäßiger in der Masse.
- Langsam abkühlen: Die Ruhezeit im ausgeschalteten Ofen gehört zum Rezept und hilft dem Kuchen, sich zu setzen.
- Geduld beim Anschneiden: Vollständig gekühlt und nach Möglichkeit über Nacht durchgezogen ist der Kuchen deutlich stabiler.
- Süße anpassen: Je nach Whey und persönlichem Geschmack reichen 120–150 g Erythrit. Da Zuckeraustauschstoffe individuell unterschiedlich vertragen werden, die Menge bei Bedarf reduzieren.
- Aufbewahrung: Den vollständig ausgekühlten Kuchen abgedeckt im Kühlschrank lagern und innerhalb von 2–3 Tagen verzehren.
Hinweis zu den Nährwerten
Eine belastbare Nährwertangabe ist nur mit den Angaben der tatsächlich verwendeten Produkte möglich. Besonders bei Magerquark, Skyr, Whey, Puddingpulver sowie Milch oder Pflanzendrink unterscheiden sich die Werte je nach Hersteller. Wer genaue Angaben benötigt, kann die Werte aller verwendeten Zutaten anhand der Verpackungen addieren und anschließend durch acht Stücke teilen.
Wie passt der Kuchen nach dem Training?
Skyr, Magerquark, Eier und Whey bringen Eiweiß in das Rezept. Ein Stück kann deshalb nach einer Einheit gut als Teil einer Mahlzeit passen. Für die Erholung nach langen oder intensiven Läufen sind jedoch auch Kohlenhydrate, Flüssigkeit und – abhängig von Belastung und Wetter – Elektrolyte wichtig. Der Kuchen allein ist deshalb keine vollständige Regenerationsstrategie. Je nach Training kombiniere ich ihn beispielsweise mit Obst oder esse ihn als Teil einer normalen Mahlzeit.
Auch die Portionsgröße bleibt individuell. Die Nährwerte sind eine Orientierung und kein Versprechen darüber, wie sättigend oder bekömmlich das Rezept für jede Person ist.
Protein-Käsekuchen als PDF herunterladen
Hier kannst du das Rezept mit Zutaten, Arbeitsschritten und einer kompakten Rezeptübersicht als PDF herunterladen:
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Gregor Jaeger