| | | |

Chicago Deep Dish Pizza: Rezept aus der Springform

Zubereitung der Chicago Deep Dish Pizza

Warum ich diese Chicago Style Deep Dish Pizza ausprobiert habe

Die Chicago Deep Dish Pizza hat mich wegen ihrer ungewöhnlichen Bauweise gereizt. Sie wird nicht einfach flach belegt, sondern Schicht für Schicht in einer Springform aufgebaut: Teig, Käse und Füllung, darüber eine zweite Teiglage und die Tomatensoße. So entsteht eine Pizza, die sich fast wie ein herzhafter Kuchen schneiden lässt.

Meine Frau und ich hatten deshalb Lust, diese Variante gemeinsam auszuprobieren. Schnell war klar, dass sie mehr Zeit braucht als eine klassische Pizza. Der Hefeteig muss gehen, die Soße wird separat gekocht und beim Schichten sollte man sorgfältig arbeiten. Genau das macht für mich aber den Reiz aus: Es ist kein schnelles Alltagsrezept, sondern ein kleines Küchenprojekt für einen ruhigen Abend.

Beim Belag bleibt viel Spielraum. Gemüse, Salami oder andere Zutaten lassen sich nach dem eigenen Geschmack kombinieren. Wichtig ist nur, die Form nicht zu voll zu packen, damit Teigdeckel und Soße noch ihren Platz finden.

Zubereitung der Chicago Deep Dish Pizza

Zutaten:

Teig:

  • 400 g Mehl Typ 550
  • 80 g Maisgrieß Polenta
  • 1 ½ TL Salz
  • 1 EL Zucker
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 250-300 ml lauwarmes Wasser
  • 30 ml Olivenöl

Zubereitung der Chicago Deep Dish Pizza

Sauce:

  • 1 Dose gehackte Tomaten
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 TL Oregano
  • Salz und Pfeffer
  • Olivenöl zum Anbraten

Belag:

  • geriebener Mozzarella
  • Pizzabelag nach Wahl (Champignons, Paprika, Spinat, Mais, Salami usw.)
  • geriebener Parmesan

Zubereitung:

Pizzateig:

  • Für den Hefeteig die trockenen Zutaten abwiegen und vermischen. Das Wasser nach und nach zugeben und den Teig – am besten in einer Küchenmaschine – verkneten. Bevor das gesamte Wasser eingearbeitet ist, das Olivenöl hinzufügen. Nur so viel Flüssigkeit verwenden, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst und eine geschmeidige Konsistenz hat.
  • Abgedeckt den Teig dann ca. 1 Stunde gehen lassen, bis er sichtbar aufgegangen ist. 
Zubereitung der Chicago Deep Dish Pizza

Sauce:

  • In der Zwischenzeit kann dann schon mal die Tomatensauce zubereitet werden.

    Dazu etwas Olivenöl in einen Topf geben und darin den klein geschnittenen Knoblauch und die in Stücke geschnittene Zwiebel anbraten,  bis alles glasig bzw. leicht gebräunt ist.
  • Dann kommen die Tomatenstücke dazu und die Sauce wird mit Salz, Pfeffer sowie Oregano gewürzt. 

Schichten:

  • Nach der Gehzeit den Pizzateig in 2 Stücke teilen und zu Kugeln formen.
  • Eine Teigkugel gleichmäßig rund ausrollen, bis der Teig groß genug ist, um Boden und Rand einer 26er-Springform auszukleiden. 
  • Die 26er-Springform einfetten und mit dem ausgerollten Teig auskleiden. Der Teigrand sollte leicht über die Form hinausragen. 
  • Den Boden mit einer guten Portion geriebenem Mozzarella bestreuen.  Dann kommen die restlichen Zutaten.  Mit der Menge hier nicht übertreiben, da ja noch Teig und Sauce in die Springform passen müssen.

  • Nach dem Belag folgt wieder eine Schicht Mozzarella.
  • Dann wird die zweite Kugel Teig rund ausgerollt und auf die Füllung gelegt. Die Ränder sollten sich überlappen und werden so zusammengedrückt, dass sie die noch kommende Sauce gut umranden. Das heißt: Die gefüllte Mitte der Springform liegt etwas niedriger als der Teigrand. 
  • Schließlich wird die Tomatensauce auf den Teigdeckel gestrichen und die Pizza kommt  bei 160° Ober/Unterhitze 30-40 Minuten in den Ofen. (Rohe Auberginen und Paprika brauchen beispielsweise 40 Minuten, um weich zu werden.)
  • Nach dieser Zeit wird noch geriebener Parmesan über die Sauce gestreut und die Pizza wird noch einmal 5 Minuten weitergebacken. 
  • Fertig!
  • Vor dem Anschneiden wenige Minuten stehen lassen, damit der Käse etwas stocken kann. Je nach verwendeten Zutaten kann nämlich Flüssigkeit auslaufen.

    Gegebenenfalls einige kleine Löcher in den Rand stechen, damit überschüssige Flüssigkeit entweichen kann. 

Guten Appetit!

Zubereitung der Chicago Deep Dish Pizza

Was die Zutaten geschmacklich beitragen

Der Maisgrieß gibt dem Teig eine leicht körnige Struktur und unterstützt den typischen, stabilen Rand. Das Olivenöl macht den Teig geschmeidiger und sorgt zusammen mit der Hefe dafür, dass er sich gut verarbeiten lässt.

Die Tomatensoße bringt Säure und Würze in die kräftige Füllung. Zwiebel, Knoblauch und Oregano werden deshalb nicht als Gesundheitsversprechen hervorgehoben, sondern vor allem wegen ihres Aromas verwendet. Wer die Soße etwas einkochen lässt, verhindert außerdem, dass die Pizza beim Anschneiden zu viel Flüssigkeit verliert.

Beim Belag kannst du nach Geschmack variieren. Gemüse bringt Frische und unterschiedliche Texturen, während Mozzarella und Parmesan für Bindung und Würze sorgen. Weil Käsemenge und Belag frei gewählt werden, verändert sich auch der Nährwert des fertigen Gerichts deutlich.

Hinweis zu den Nährwerten

Für dieses Rezept lassen sich ohne festgelegte Käsemenge, genaue Belagmenge und definierte Portionsgröße keine verlässlichen Nährwerte pro Portion angeben. Die bisherigen Zahlen waren daher nur eine grobe Schätzung und wurden bewusst entfernt.

Mein Fazit zur Deep-Dish-Pizza

Diese Pizza braucht Geduld und ist deutlich mächtiger als eine klassische, dünn belegte Pizza. Dafür bekommt man einen knusprigen Rand, eine saftige Füllung und viel Spielraum bei der Auswahl der Zutaten. Nach dem Backen sollte sie einige Minuten ruhen, damit sich die Schichten beim Anschneiden besser halten.

Für mich ist die Deep-Dish-Pizza deshalb kein Rezept für jeden Tag. Wenn ich aber bewusst etwas Besonderes kochen und mir dafür Zeit nehmen möchte, passt sie sehr gut. Schon die Zubereitung gehört hier zum Erlebnis – und am Ende steht eine Pizza auf dem Tisch, die man so nicht jeden Abend isst.

Weitere Ideen aus meiner Küche

Mehr alltagstaugliche Gerichte findest du in meiner Übersicht Laufen & Ernährung. Wenn du nach einer aromatischen Pasta-Idee suchst, passt auch mein Rezept für Garnelen-Spaghetti mit selbstgemachtem Rosmarinsalz.

Rezept als PDF herunterladen

Zutaten, Mengen und Zubereitung findest du kompakt und druckfreundlich in meinem neuen Rezept-PDF.

Mehr für deine aktiven Tage

Du suchst weitere Ideen aus meiner Küche oder möchtest gemeinsam an deinem Laufziel arbeiten? Entdecke alle Rezepte oder finde den passenden Laufkurs.

Ähnliche Beiträge