Vanille-Proteinpudding selber machen: mein Rezept mit Quark
Vanille-Proteinpudding selber machen: Mit Magerquark, Milch, Vanille-Whey, Flohsamenschalen und Haferkleie bereite ich zehn Portionen für mein Frühstück oder einen Nachmittag nach dem Sport vor. Hier zeige ich dir das Rezept und die Handgriffe aus meiner Küche – und ordne ein, was Protein für uns Läufer leisten kann.
Für mich gehören Bewegung, abwechslungsreiches Essen und Genuss zusammen. Ich bereite meine Gerichte gerne selbst zu. So weiß ich, welche Zutaten in meiner Schüssel landen, und kann die Menge an meinen Alltag anpassen. Diesen Pudding esse ich gerne morgens; genauso passt er für mich nachmittags nach sportlicher Aktivität. Er ist eine Möglichkeit unter vielen, bewusst zu essen – kein notwendiges Spezialprodukt für alle, die Sport treiben.
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Vom Abwiegen bis zur fertigen Portion
Die Fotos und Videos zeigen meine tatsächlichen Handgriffe: abwiegen, verrühren, Quark zugeben, mit dem Handmixer vermischen und portionieren. Die Clips sind kurze Kücheneinblicke und keine lückenlose Echtzeitanleitung.


Mein Vanille-Proteinpudding: Zutaten für zehn Portionen
Portionen: 10, rechnerisch etwa 360 g je Portion. Zubereitung: kalt, ohne Erhitzen. Quell- und Kühlzeit: mindestens zwei Stunden, am besten über Nacht im Kühlschrank. Die aktive Arbeitszeit ist nicht minutengenau angegeben; verrühre die Zutaten, bis eine gleichmäßige Masse entstanden ist.
- 1.000 ml Milch, 1,5 % Fett
- 1.250 g Magerquark
- 100 g Vanille-Whey
- 75 g Flohsamenschalen
- 50 g Haferkleie
- 1.250 ml Wasser
So bereite ich meinen Vanille-Proteinpudding zu
- Zutaten abwiegen und zehn saubere Behälter bereitstellen.
- Milch und Wasser kalt in die große Schüssel geben. Vanille-Whey, Haferkleie und Flohsamenschalen unter Rühren einarbeiten, damit möglichst keine Klümpchen entstehen.
- Magerquark zugeben und die Masse mit dem Handmixer gleichmäßig verrühren. Es wird nichts erhitzt.
- Auf zehn Behälter verteilen und abdecken. Direkt im Kühlschrank mindestens zwei Stunden quellen lassen, am besten über Nacht.
- Bis zum Verzehr gekühlt aufbewahren. Vor dem Essen die Konsistenz prüfen und bei Bedarf noch einmal durchrühren.
Nährwerte pro Portion: Orientierungswerte
Die von mir übermittelten Werte gelten für ein Zehntel der gesamten Masse. Sie sind noch nicht anhand sämtlicher Produktetiketten nachgerechnet. Quark, Whey und Ballaststoffprodukte können je nach Hersteller abweichen.
| Energie | 205 kcal |
|---|---|
| Protein | 26,5 g |
| Kohlenhydrate | 12,5 g |
| Fett | 2,9 g |
| Ballaststoffe | 7,7 g |
Gesamt: ungefähr 2.048 kcal und 265 g Protein. Die Portionsenergie ist gerundet. Exakte produktbezogene Zahlen erfordern die Etikettwerte aller Zutaten.
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Flohsamenschalen: Menge und Flüssigkeit gehören zusammen
75 g in der Gesamtmenge entsprechen 7,5 g Flohsamenschalen je Portion. Sie quellen stark und beeinflussen die Konsistenz. Deshalb die Flüssigkeit nicht einfach reduzieren und die Schalen nicht trocken essen. Wer Ballaststoffe nicht gewohnt ist, sollte die Verträglichkeit zunächst mit einer kleineren Portion ausprobieren. Blähungen und Völlegefühl sind möglich.
Bei Schluckbeschwerden, bekannten Verengungen im Verdauungstrakt oder medizinisch begrenzter Trinkmenge ist dieses Rezept nicht pauschal geeignet. Bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme den passenden Abstand mit Arzt oder Apotheke besprechen. Die EMA-Hinweise zu Flohsamenschalen betreffen Arzneimittel: Sie geben Hintergrund zu Quellverhalten, Flüssigkeit und Schluckproblemen, bestätigen aber nicht die Sicherheit dieses konkreten Rezepts.
Protein und Sport: Was steckt hinter dem Trend?
Warum wir Protein brauchen
Protein liefert Aminosäuren für Muskeln, Bindegewebe, Enzyme und weitere Körperstrukturen. Nach dem Training laufen Umbau- und Anpassungsprozesse ab. Eine ausreichende Versorgung unterstützt sie; mehr Eiweiß allein ersetzt aber weder den Trainingsreiz noch Schlaf und Erholung. Diese Zusammenhänge erläutert das DGE-Positionspapier zur Proteinzufuhr im Sport.
Wie viel Eiweiß braucht ein Läufer?
Für gesunde Erwachsene von 19 bis unter 65 Jahren nennt die DGE 0,8 g Protein pro Kilogramm Körpergewicht und Tag; ab 65 Jahren gilt ein Schätzwert von 1,0 g/kg. Bei ambitioniertem Training von mehr als ungefähr fünf Stunden pro Woche können je nach Umfang, Intensität und Ziel etwa 1,2–2,0 g/kg sinnvoll sein – auch im Ausdauersport. Das ist keine pauschale Vorgabe, immer den oberen Wert anzustreben. Siehe DGE: Fragen zur Proteinversorgung.
Zur Einordnung: Bei 70 kg entsprechen 0,8 g/kg insgesamt 56 g am Tag; 1,2–2,0 g/kg ergeben 84–140 g. Gemeint ist die Tagesmenge aus allen Lebensmitteln, keine zusätzliche Portion aus Shakes oder Pudding. Bei Nierenerkrankungen oder anderen gesundheitlichen Besonderheiten gehört die persönliche Zufuhr in fachkundige Beratung.
Nach dem Training – ohne Stoppuhr
Ich genieße den Pudding auch nachmittags nach dem Sport. Dafür muss ich nicht nach wenigen Minuten mit dem Löffel bereitstehen: Anpassungsprozesse enden nicht nach einem starren 30-Minuten-Fenster. Insgesamt genug Protein und eine sinnvolle Verteilung über den Tag sind wichtiger als ein einzelner perfekter Zeitpunkt. Wie schnell Essen sinnvoll ist, hängt auch von der vorherigen Mahlzeit und der nächsten Belastung ab. Grundlage ist unter anderem der ISSN-Positionsstand zu Protein und Training.
Nach langen oder intensiven Läufen gehören ausreichend Energie, Flüssigkeit und Kohlenhydrate dazu. Der Pudding ist nach meinen Schätzwerten vor allem ein Proteinbaustein und ersetzt nicht automatisch eine vollständige Mahlzeit zum Auffüllen der Energiespeicher. Direkt vor dem Laufen kann die hohe Ballaststoffmenge den Magen belasten: die Verträglichkeit im Alltag ausprobieren, nicht erstmals vor einem Wettkampf.
Ist Proteinpudding gesünder als normaler Pudding?
Der Name allein entscheidet das nicht. Ein klassischer Pudding kann ebenso in eine abwechslungsreiche Ernährung passen. Entscheidend sind Zutaten, Portionsgröße und der restliche Ernährungstag. Mein Rezept enthält neben Milchprodukten auch Haferkleie und Flohsamenschalen und ist deshalb anders zusammengesetzt als viele herkömmliche Puddings.
Der Vorteil des Selbermachens ist für mich die Übersicht über die Zutaten. Fertigprodukte sind dagegen praktisch und bringen eine geprüfte Haltbarkeitsangabe mit. Ein Süßungsmittel oder eine lange Zutatenliste beweist allein noch nicht, dass ein Produkt grundsätzlich schlecht ist. Beim Vanille-Whey lohnt sich der Blick auf Zucker, Süßungsmittel und Allergene. Obwohl ich keinen Haushaltszucker zusätzlich aufführe, ist das Rezept nicht automatisch „zuckerfrei“: Milch und Quark enthalten Milchzucker; das Whey hängt vom Produkt ab.
Man braucht keine speziellen Proteinprodukte, um ausreichend Eiweiß aufzunehmen. Auch sportlich aktive Menschen können ihren Bedarf in aller Regel durch gewöhnliche Lebensmittel decken, wie das Bundeszentrum für Ernährung erläutert. Für mich bleibt der Pudding daher eine Rezeptidee und keine Aufforderung, jede Mahlzeit mit Pulver anzureichern.
Aufbewahren: Zehn Portionen sind nicht zehn Tage Haltbarkeit

Saubere Geräte und Behälter verwenden, abgefüllte Portionen zügig kaltstellen und möglichst frisch verbrauchen. Eine konkrete Haltbarkeit wurde für dieses Rezept nicht untersucht; die Lagerungshinweise der Milchprodukte beachten. Ist die Menge für einen zeitnahen Verbrauch zu groß, lieber eine kleinere Charge zubereiten. Das BfR informiert zur Vorbereitung von Mahlzeiten. Empfehlungen für erhitzte Speisen sind keine Haltbarkeitsgarantie für ein kaltes Quarkdessert.
Allergene und Verträglichkeit
Milch, Quark und Whey enthalten Milchbestandteile und je nach Produkt Laktose. Haferkleie ist bei Zöliakie nur mit ausdrücklicher Glutenfrei-Kennzeichnung und individueller Verträglichkeit geeignet. Hinweise zu Flohsamenschalen siehe oben.
Varianten: getrennt vom Original
Andere Milchprodukte oder ein anderes Proteinpulver verändern Geschmack, Nährwerte und Konsistenz. Eine Version ohne Whey müsste hinsichtlich Flüssigkeit und Bindung neu erprobt werden. Deshalb stehen oben ausschließlich meine Originalzutaten und Mengen.
Häufige Fragen
Kann ich den Pudding zum Frühstück essen?
Ich esse ihn selbst gerne morgens. Wie gut er zu dir passt, hängt von Hunger, Verträglichkeit und dem übrigen Frühstück ab.
Passt er nach Lauf- oder Krafttraining?
Als Teil der Mahlzeit ja. Nach energieintensiven Einheiten können zusätzliche Kohlenhydrate sinnvoll sein; Protein deckt nicht den gesamten Erholungsbedarf ab.
Brauche ich eine Küchenmaschine?
Die Videos zeigen Schneebesen und Handmixer. Die daneben stehende Küchenmaschine ist für die dokumentierten Schritte keine Voraussetzung.
Wie lange muss der Pudding quellen?
Mindestens zwei Stunden im Kühlschrank, am besten über Nacht. Die Portionen dabei abdecken und auch anschließend gekühlt halten.
Sind die Nährwerte garantiert?
Nein. Die Werte sind Orientierung je Zehntel der Gesamtmenge. Für genaue Angaben braucht es alle Produktetiketten und gleich große Portionen.
Mein Fazit: Selbst zubereitet, passend zu meinem Alltag
Ich mag Rezepte, die sich mit meinem sportlichen Alltag verbinden lassen. Der Vanille-Proteinpudding gehört für mich zum Frühstück oder zu einem Nachmittag nach Bewegung. Protein ist dabei ein Baustein. Ebenso wichtig bleiben Genuss, Abwechslung und die Frage, was ich gut vertrage.
Weitere Ideen aus meiner Küche: Bananenbrot mit Proteinpulver und Chia-Protein-Layer mit Beeren.
Bewusster essen und strukturierter trainieren
Du möchtest Bewegung und Alltag besser verbinden? Entdecke meine Laufkurse und individuellen Trainingsangebote. Die jeweils buchbaren Angebote findest du unter Laufkurse und Termine.
Die Ernährungsinformationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine individuelle medizinische oder ernährungstherapeutische Beratung. Originalfotos und Originalvideos: Gregor Jaeger. Sichtbare Marken dokumentieren die Zutaten; daraus ergibt sich keine Kooperation.

Gregor Jaeger